Thera
Was ist Human Design?
Ein System der Selbsterkenntnis
Human Design ist ein System zur Erforschung der menschlichen Individualität. Es verbindet Elemente traditioneller Lehren wie Astrologie, I Ging, Chakrenlehre und Kabbala mit Begriffen und Konzepten aus modernen Wissenschaftsbereichen.
Daraus entstand ein eigenständiges Modell, das unterschiedliche Anlagen, Entscheidungsweisen und Verhaltensmuster beschreibt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Menschen dieselben Situationen unterschiedlich erleben, verschiedene Entscheidungen treffen und ihren ganz eigenen Weg durch das Leben gehen.
Human Design bietet eine Landkarte, um sich selbst aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Die Körpergrafik
Die individuelle Körpergrafik wird anhand von Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort berechnet. Sie bildet die Grundlage des Human Design Systems.
Ihr Aufbau umfasst neun Zentren, die durch Kanäle miteinander verbunden sein können. Welche Zentren und Kanäle definiert sind, bestimmt unter anderem den Typus, die Strategie und die innere Autorität.
Weitere Informationen, wie das Profil und die Aktivierungen der einzelnen Tore, ergänzen dieses Bild.
Im Zusammenspiel entsteht eine individuelle Körpergrafik, die innerhalb des Human Designs unterschiedliche Anlagen, Begabungen und persönliche Muster beschreibt.

Typus, Strategie und Autorität
Human Design unterscheidet vier Typen: Generator, Projektor, Manifestor und Reflektor. Der manifestierende Generator gehört zum Typus Generator.
Der Typus beschreibt die grundlegende Art, wie ein Mensch mit seiner Umgebung in Austausch tritt.
Jedem Typus ist eine Strategie zugeordnet. Sie beschreibt, wie wir mit den Möglichkeiten und Anforderungen des Lebens in Kontakt treten können.
Die innere Autorität gibt innerhalb des Human Designs Orientierung für persönliche Entscheidungen. Sie verweist darauf, dass Entscheidungen nicht für jeden Menschen auf dieselbe Weise entstehen.
Strategie und Autorität bilden gemeinsam die praktische Grundlage, um Human Design im eigenen Alltag zu erproben.
Die neun Zentren und Konditionierung
Die neun Zentren der Körpergrafik stehen im Human Design für unterschiedliche Bereiche unseres Erlebens und unserer Ausdrucksweise.
Farbige Zentren sind definiert. Sie beschreiben Eigenschaften und Funktionen, die uns vergleichsweise konstant zur Verfügung stehen.
Weiße Zentren sind undefiniert. Hier sind wir besonders empfänglich für Einflüsse aus unserer Umgebung. Wir nehmen dort etwas von anderen auf, können es verstärken und dabei vielfältige Erfahrungen sammeln. Sind in einem weißen Zentrum auch keine Tore aktiviert, wird es als vollständig offen bezeichnet.
Im Laufe unseres Lebens werden wir durch Familie, Erziehung, Beziehungen und gesellschaftliche Erwartungen geprägt. Im Human Design wird dieser Einfluss als Konditionierung bezeichnet.
Wenn wir uns mit dem identifizieren, was wir in unseren undefinierten Zentren aufnehmen, können daraus Verhaltensmuster entstehen, die das Human Design als Nichtselbst bezeichnet.
Die Beschäftigung mit diesen Mustern kann helfen, zwischen eigenen Anlagen und übernommenen Erwartungen bewusster zu unterscheiden.
Profil, Kanäle und Tore
Über Typ, Strategie und Autorität hinaus enthält die Körpergrafik weitere Informationen über die individuelle Anlage eines Menschen.
Das Profil beschreibt die persönliche Rolle und die Art, wie wir das Leben erfahren und mit anderen Menschen in Beziehung treten.
Definierte Kanäle verbinden jeweils zwei Zentren und stehen für beständige Eigenschaften, Fähigkeiten und Ausdrucksweisen.
Die aktivierten Tore beschreiben einzelne Qualitäten und Potenziale, die sich je nach ihrer Einbindung in die Körpergrafik unterschiedlich zeigen können.
Erst im Zusammenspiel dieser Elemente entsteht ein differenziertes Bild der individuellen Anlagen.
Ein Experiment - kein Glaubenssystem
Human Design lädt dazu ein, die eigenen Muster bewusster wahrzunehmen und die Anregungen des Systems im Alltag zu erproben.
Dabei geht es nicht darum, etwas ungeprüft zu übernehmen, sondern eigene Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, was sich für einen selbst als stimmig erweist.
Im Mittelpunkt steht die persönliche Erfahrung – nicht die Theorie.